SEXLEXIKON P

Päderastie
Seelische und körperliche Liebe von Erwachsenen ausschliesslich zu Knaben
und jungen Männern. Es handelt sich dabei um eine Sonderform der Pädophilie
und ist heute noch strafbar. Im antiken Griechenland hingegen war sie weit
verbreitet und gesellschaftlich anerkannt.

Pädophilie
Sexuelle Zuneigung Erwachsener zu Kindern oder Jugendlichen beiderlei
Geschlechts.

Parkplatztreff
Frauen und Männer treffen sich auf Autobahnraststätten für Sex oder
Voyer-Spiele. Oft finden man auch zeigefreudige Pärchen die sich gerne
beobachten lassen.

passiv
Bezeichnung für alle, die beim Sex dem Partner oder der Partnerin die
Initiative überlassen.

Passivismus
Es ist ein schlechtes Synonym für Masochismus, denn der Masochist ist
überhaupt nicht passiv. Er will aktiv leiden, dulden, Schmerz und Demütigung
erleben. Er fordert förmlich, dass der andere ihm etwas antun solle.

Pearl-Index
Dieser Index bezeichnet die Sicherheit, bei einem Geschlechtsverkehr unter
Anwendung von einer Verhütungsmethoden nicht schwanger zu werden. Dabei
gilt: je kleiner der Pearl-Index, umso sicherer die Methode. Der Index-Wert
für jede Verhütungsmethode wird nach der Formel von Pearl beurteilt. Diese
lautet: (Gesamtzahl der Schwangerschaften x 12 Monate x 100 ) : (Zahl der
Anwendungsmonate x Zahl der Frauen)

Pederastion
Eindringen des Penis in den Anus.

Pedicatio
Ist ein anderer Begriff für Analverkehr.

Penetration
Aus dem Lateinischen "penetrare"="durchdringen".
Das Einführen des Penis in den Körper eines anderen wird als Penetration
bezeichnet. (In die Vagina oder in den Anus)

Penis
Der Penis besteht aus drei Schwellkörpern, den beiden
nebeneinanderliegendenCorpora cavernosa und dem Corpus spongiosum mit der
Harnröhre (Urethra). Die Corpora cavernosa sind von einer derben Hülle, der
Tunica albuginea umgeben, die ihrerseits von der Fascia penis umhüllt
werden. Die Corpora cavernosa enthalten das erektile, schwammartige Gewebe.
Ein Bälkchensystem, das aus glatter Muskulatur, Bindegewebe und Nerven
aufgebaut ist begrenzt die Kavernen. Das wichtigste blutversorgende Gefäß
ist die Arteria profunda penis. Diese entspringt aus der Arteria penis und
wird ihrerseits über die Arteria pudenda interna und der Arteria iliaca
interna aus der großen Beckenarteria Arteria iliaca communis versorgt.

Penis-Bürstchen
Zumeist aus Pferdehaaren, Borsten oder ähnlichem Material angefertigtes
Reizmittel, das wie eine kleine Bürste kranzförmig um die Eichel gelegt
wird, um die Partnerin zu stimulieren. Auf diesem Prinzip beruhen die heute
üblichen Reizkondome

Penisfraktur
Bruch des erigierten männlichen Gliedes durch plötzliches, gewaltsames
Abknicken. Blutgefässe im Penis platzen, das Glied schwillt sehr schnell an
und verfärbt sich bläulich-rot. Oft geht eine Verletzung der Harnröhre
einher. Eine sehr schmerzhafte Verletzung, die sofort notfallärztlich
versorgt werden muss, da nicht selten ein chirurgischer Eingriff notwendig
ist. Ursache für eine Penisfraktur ist in den meisten Fällen "wilder Sex"
beim Geschlechtsverkehr. Es wird berichtet, dass beim Penisbruch ein
Geräusch zu hören ist, dass dem Knall einer Peitsche ähnlich ist.

Penisinkrustation
Eine Sitte, die einst über ganz Polynesien, den malaiischen Archipel und
Teile Melanesiens verbreitet war. Steine, Edelsteine, Muschelteile,
Korallensteine, Metallkörperchen wurden unter die Haut des Penis geschoben,
um dort einzuwachsen

Penisneid
Nach Freud eine phylogenetische Regung der Frau. Nach Wilhelm Reich ein
weiblicher Minderwertigkeitskomplex, der nur dort auftritt, wo Frauen als
Gruppe oder Individuen keine vollen Rechte und ungenügendes
Selbstbewusstsein besitzen.

Penisstrangulation
Eine der wenigen unmissverständlich genitalen Formen des Automasochismus,
meist eine verkappte Form der Selbstentmannung und oft eine chronologische
Vorstufe der letzteren.

Perineum (griech.), Damm zw. den äußeren Geschlechtsteilen und dem After.

Perineal Chakra
Dieses Chakra - genannt Hui Yin - befindet sich zwischen dem Genital und dem Anus. Es setzt das niedrigste des Yin fest und ist der unterere Sitzungspunkt des Reglers (Yang) und der Führungen des Funktions- oder Auffassungbehälters (Yin). Durch die Beine und die Füße ist es die Hauptverbindung mit der Universalmasse Chi oder Yinenergie. Es schließt auch an die zentrale Führung an, die entlang der Mitte des Körpers zum Krone Chakra läuft. Durch dieses Nadi fließt die Himmelschienergie (UniversalYang) vom Kronechakra. Die Mitte - Perineum - häufig auch falsch benannt als Muladhara oder das Unterseiten Chakra - setzt folglich das Rot oder den übertragenden Pfosten im Universalenergiestrom fest, der durch die Kronemitte hereinkommt.
Wenn das Perineum stark ist, bleiben die Organe fest und gesund, wenn es schwach ist, verlieren die Organe Bindekraft und Chienergie läuft aus. Weil diese Mitte das Gatter ist durch das die Chienergie von den anderen Organen entweder behalten werden oder verloren werden kann, wird es das "Gatter des Lebens und des Todes" genannt.

Petting

Die erogenen Zonen und die Geschlechtsteile des Partners mit Zunge, Lippen
und Händen erforschen. Geschlechtsverkehr wird beim Petting nicht
praktiziert. Petting gilt allgemein als Vorspiel zum Geschlechtsverkehr.
Eine andere Form von Petting, Heavy Petting

Pfählung
Der symbolische Versuch, sich selbst oder einen anderen Menschen auf einen
Pfahl aufzuspießen. Die Pfählung ist ein sadomasochistisches Spiegelbild des
Koitus.

Phallus
(gr-lat.) Penis, männliches Glied.

Phallische Frau
Das patriarchalische Traumbild einer doppelgeschlechtlichen Frau, die den
Vorteil des weiblichen Geschlechts, die nährende Brust, aber nicht dessen
Nachteil, die kastrierende, den Mann seiner Männlichkeit beraubende Scheide,
sondern statt dessen einen Penis besitzt.

Pheromone
Das sind hormonähnliche Substanzen, die von einem Individuum nach außen hin
abgegeben werden. Nur Individuen gleicher Art können sie wahrnehmen. Hierbei
handelt es sich auch um natürliche Sex-Lockstoffe. Beispielsweise wird bei
Insekten die gesamte Fortpflanzung ausschließlich durch Pheromone gesteuert.
Die Duftdrüsen des Menschen, die unseren individuellen Geruch verströmen,
befinden sich unter anderem in den Achselhöhlen, an den Brustwarzen, an den
kleinen Schamlippen und in der Leistenbeuge. Gerade in frischem Schweiß
befinden sich viele Sex-Hormone. Die daraus hervortretenden natürlichen
Aromen locken potentielle Sex-Partner an und machen uns scharf. Das passiert
unbewusst. Wen wir gut riechen können, den finden wir auch begehrenswert.

Phimose
Bei einer Phimose handelt es sich um eine Verengung der Penisvorhaut. Die
Vohaut lässt sich demnach nicht mehr über die Eichel zurückschieben. Durch
eine Beschneidung (Zirkumzision) kann die Vorhaut ganz oder teilweise
entfernt werden.

Piercings
Körperschmuck, der vielfältige erotische Möglichkeiten offeriert.
Es gibt unendliche Varianten, was man sich wie und wo piercen lassen kann.
Eine Auswahl: kleine oder große Ringe durch Bauchnabel, Schamlippen oder
sogar durch die Eichel; lange Ketten an den Brüsten oder am Hoden; kleine
Bolzen oder Kegel durch die Ohren usw.

Pille/Pille danach
Der 18. August 1960 gilt als Geburtsdatum der Antibaby-Pille. In Deutschland
kam sie erst fünf Jahre später auf den Markt. Diese Hormontabletten
verhindern den Eisprung und gelten als sehr sicher, wenn man sie regelmäßig
und nach einem für jede Frau festgelegten Plan einnimmt.
Die "Pille danach", das sind eigentlich mehrere Tabletten, die so schnell
wie möglich nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden müssen. Sie
bewirken einen heftigen Hormonstoß, der zum Abbluten der Schleimhaut führt.
Dabei wird die Eizelle ausgespült, und sie kann sich nicht mehr in die
Gebärmutter einnisten. Je früher die "Pille danach" eingenommen wird, desto
sicherer wirkt sie.
Diesen massiven Eingriff in den Hormonhaushalt sollte eine Frau jedoch nicht
oft über sich ergehen lassen. Mögliche Folgen: Übelkeit, Erbrechen und
Verschiebungen der Regelblutung.

Pille für den Mann
In den letzten 40 Jahren gab es immer wieder Versuche, auch für den Mann
eine Verhütungspille anzubieten. Bisher ist dies allerdings noch nicht
gelungen, sondern befindet sich noch im klinischen Versuchsstadium mit
freiwilligen Probanden. Sie ist also nicht auf dem Markt! Die Bereitschaft
von Männern auf diese Weise selbst für die Verhütung zu sorgen, hat sich in
den letzten Jahren erhöht. Dadurch können einem derartigen Produkt
entsprechende Marktchancen eingeräumt werden.

Plug
Analdildo oder Analstöpsel.

Po-Erotik
Das Wort "Po" leitet sich von dem spätlateinischen Wort "podex" ab. Die
Begeisterung für den Po ist so alt wie Sex selbst und hat viele Gründe.
Erstens laufen dort zahlreiche Nerven zusammen, die die Berührung
durch Kneten, Streicheln oder Massieren zu einem großen Vergnügen machen.
Zweitens weckt die Betrachtung eines wohlgeformten Gesäßes archaische
Instinkte. Da unsere Vorfahren auf allen Vieren gingen und der Po durch
diese Körperhaltung eine gut sichtbare sexuelle Reiz-Zone war.

Polygamie
Die rechtmäßige Ehe eines Mannes mit mehreren Frauen (Polygynie) oder einer
Frau mit mehreren Männern (Polyandrie). Es bedeutet nichts anderes als
Mehrehe, Vielmännerei oder Vielweiberei.

Popina
So nannten die Römer jene Restaurants, die zwar feines Essen für den
Schlemmer (popino) lieferten, deren weibliches Personal ihn aber oft auch
mit Liebesdiensten versorgte.

Pornographie

Aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich "Darstellung von Huren".

Potenz
Sammelbezeichnung für die intakte Sexualfunktion im Körper der Frau und dem
Mann. Zum Beispiel beim Mann: die Fähigkeit zur Erektion des Penis.

Präservativ
Der Begriff leitet sich von dem lateinischen Verb "praeservare" ab, das
soviel bedeutet wie "wohl behüten".
Präservativ ist die Fachbezeichnung für Kondom.

präödipale Phase
psychoanalytischer Begriff für die ersten beiden Stufen der kindlichen
Sexualentwicklung, die orale und die anale Phase. Die Zeit, bevor sich das
Kind in den gegengeschlechtlichen Elternteil verliebt und den
gleichgeschlechtlichen aus Eifersucht töten möchte.

Prämiliarien
Vorspiel des Geschlechtsverkehrs, alles, was dem Koitus vorausgeht. Von
Berührungen und dem Kuss bis zum Ausziehen, Liebkosen und dem Kontakt
zwischen Hand oder Mund des Partners und den Genitalien des anderen.

Priapismus
(krankhafte) Dauererektion des männlichen Gliedes, benannt nach Priapos aus
der griechischen Mythologie, dem Sohn von Aphrodite und Dionysos. Priapos
wurde in den antiken Darstellungen stets mit sehr grossem Penis gezeigt.
Priapismus ist für den Betroffenen meist schmerzhaft. Die Schwellkörper sind
mit Blut gefüllt, gleichzeitig bleibt die Fähigkeit zum Harnlassen erhalten.
Der Betroffene verspürt jedoch keine Lust, da die Versteifung ohne sexuelle
Erregung erfolgt.
Ursachen für Priapismus können bestimmte Krankheiten (Multiple Sklerose,
Prostatavergrösserung, Venendefekte), Blei- oder Kohlenmonoxydvergiftungen
oder Nikotin- und Alkoholmissbrauch sein.

Pro Familia
Deutsche Gesellschaft für Sexualberatung. Mitglied der Internationalen
Gesellschaft für geplante Elternschaft. Pro Familia gibt es in vielen großen
Städten. Dort arbeiten Ärzte, Sozialpädagogen, Psychologen - alle
unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht.

Promiskuität
Geschlechtsverkehr mit (häufig) wechselnden Partnern, ohne eine feste
Beziehung einzugehen. Promiskuitives Sexualverhalten geht oft einher mit
einer x-beliebigen Partnerwahl und wird sehr häufig in Swinger-Clubs in Form
von Gruppensex betrieben. Promiskuitives Sexualverhalten birgt auch bei
geschütztem Geschlechtsverkehr ein hohes Aids-Risiko.

Prostituierte
allg. Bezeichnung für Personen, die sexuelle Dienstleistungen gegen
Bezahlung anbieten und damit ihren Lebensunterhalt bestreiten

Prüderie
Übertriebene Ablehnung der Sexualität und aller Gegebenheiten, die in einer
Beziehung zur Sexualität stehen könnten - z. B. Nacktheit oder körperliche
Berührungen. Vor allem wird das lustvolle Erleben sexueller Reize abgelehnt.

Pygmalionismus
sexuelle Neigung zu Statuen oder Puppen. Die Bezeichnung wurde gewählt, weil
im griechischen Mythos von König Pygmalion von Zypern berichtet wird, er
habe eine Frauenstatue geschnitzt und sich in sie verliebt. Aphrodite
erbarmte sich und hauchte der Statue Leben ein.

Pyromanie
Die Tatsache, aus dem Spiel mit Feuer sexuelle Erregung zu ziehen.