SEXLEXIKON U


Umlegen
Ein umgangssprachlicher Ausdruck für eine Frau zum Sex zwingen oder mit
einem Mann Analverkehr treiben. Das Wort ist typisch für Protzverhalten.

Unbefleckt
Ein anderes Wort für unberührt. Dahinter steht die Vorstellung, dass
Sexualität schmutzig und sündhaft ist und dass körperliche Berührungen einen
Menschen beflecken. Unbefleckte Empfängnis heißt: Ein Kind ist nicht durch
einen Geschlechtsverkehr, sondern geistig gezeugt.

Unisex
Bezeichnet Einrichtungen oder Kleidungsstücke, die sowohl von Männern als
auch von Frauen benutzt oder getragen werden. Die Jeans-Hose ist ein
Beispiel für solche geschlechtslose Kleidung.

Untreue
Von Untreue spricht man nur in monogamen Kulturen, also in
Gesellschaftsordnungen, die sich die Fesseln lebenslanger Einehe angelegt
haben.

Unzucht
Sexuelle Handlung, die subjektiv von einer wollüstigen Absicht getragen ist
und objektiv das Sittlichkeitsgefühl verletzt. Der Begriff wird noch
verwendet, ist aber veraltet, weil nicht mehr für festzulegen ist, was unter
"wollüstiger Absicht" zu verstehen ist.

Urinspiele
siehe Natursekt

Urologe
wird der Urologe auch als "Männer-Arzt" bezeichnet, weil er sich um die
Diagnostik und Behandlung sämtlicher männlicher Geschlechtsorgane kümmert,
doch er hat noch mehr Aufgaben. Alle Erkrankungen des Harntraktes gehören zu
seinem Spezial-Gebiet. So ist er ebenfalls Experte für Blasen- und
Nierenerkrankungen auch von Kindern und Frauen. Darunter fallen vor allem
Nierenbecken- und Blasenentzündungen, Nieren-, Harnleiter- und Blasensteine,
Tumore sowie Fehlbildungen des Harntrakts.
Die Folge solcher Funktionsstörungen des Harntrakts können andere
Erkrankungen wie Blutzuckerkrankheit, Bluthochdruck und Nervenerkrankungen
sein.
Zu den speziellen urologischen Erkrankungen des Mannes zählen alle
Entzündungen, Tumore, Fehlbildungen und Funktionsstörungen der Hoden, des
Penis, der Samenleiter und der Prostata. Während das Hodenkarzinom der
häufigste Krebs des jungen Mannes ist, gilt das Prostatakarzinom als
zweithäufigste bösartige Erkrankung des älteren Mannes. Ein großer Teil der
Männer über Mitte vierzig leidet unter der gutartigen Prostatavergrößerung,
die oft zu erheblichen Beschwerden beim Wasserlassen führt. Zu den
Funktionserkrankungen des Hodens gehören die Störung des
Sexualhormonhaushalts wie auch die der Zeugungsfähigkeit und Impotenz.
Des weiteren führen Urologen die Sterilisation des Mannes durch

Urophagie
Sexuelle Befriedigung durch das Trinken des Urins anderer Menschen. Bei den betroffenen Personen kann es zur zwanghaften Suche nach Urin kommen. So suchen sie zum Beispiel öffentliche Toiletten auf, um ihren Drang zu befriedigen. Es entsteht eine Art Sucht.

Urologmie
Sexualität im Zusammenhang mit Urin.

Urophilie
Fachausdruck für "Harnfetischismus". Urophile erlangen sexuelle Befriedigung, indem Sie sich gegenseitig mit Urin bespritzen. Manchmal wird auch Kot in die "Sexspiele" einbezogen. Diese Techniken gelten als pervers. Für Sexualpsychologen sind Urophile in ihrer Sexualentwicklung in einer frühkindlichen Phase stehengeblieben. Urophilie ist sehr selten. Meist bieten Prostituierte diese Sextechniken für die wenigen Kunden an. Sie werben dann oftmals verschlüsselt in Kleinanzeigen mit "Natursekt-" und "Kaviarspiele.

Uterus
Der Uterus (=Gebärmutter) liegt zwischen Blase und Mastdarm und gleicht
einer ca. 7-9 cm langen Birne. Das erste Drittel bezeichnet man als
Gebärmutterhals, die anderen zwei Drittel als Gebärmutterkörper. Der
unterste Pol des Gebärmutterhalses, der in die Scheide hineinragt wird als
Muttermund bezeichnet. Im Wesentlichen besteht der Uterus aus einer dicken
Schicht glatter Muskulatur, das sich entfalten und wieder zusammenziehen
kann. Die innere Schleimhaut der Gebärmutter enthält eine sehr drüsenreiche
Schleimhaut.
Kommt es zu einer Befruchtung, nistet sich das Ei in dieser Schleimhaut ein.
Während einer Schwangerschaft vermehrt sich die Muskulatur des Uterus
beträchtlich und am Ende einer Schwangerschaft werden die Kontraktionen
dieser Muskelschicht als Geburtswehen empfunden.
Wird das Ei nicht befruchtet, so geht es mit der abgestoßenen
Gebärmutterschleimhaut der monatlichen Regelblutung ab. Auch der monatliche
Abbau der Schleimhaut unter Blutung, die so genannte Menstruation, wird
durch unterstützende Gebärmutterkontraktionen begünstigt, was oft als
Regelschmerz wahrgenommen wird.